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IGF-1: Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 im Überblick
IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) ist ein körpereigenes Peptidhormon, das überwiegend in der Leber unter dem Einfluss von Wachstumshormon gebildet wird. Es ist sowohl ein wichtiger diagnostischer Marker als auch ein missbrauchsrelevantes Hormon.
Was ist IGF-1?
IGF-1 wirkt strukturell ähnlich wie Insulin und vermittelt einen Großteil der Wirkungen von Wachstumshormon. Es spielt eine Rolle für Zellwachstum, Differenzierung und Gewebeerhalt.
Synthetisches IGF-1 (Mecasermin) ist in eng begrenzten Indikationen (schwerer primärer IGF-1-Mangel bei Kindern) zugelassen.
Bedeutung als Marker
IGF-1-Spiegel werden in der Endokrinologie zur Beurteilung der GH-Achse herangezogen – etwa bei Verdacht auf GH-Mangel oder Akromegalie.
Risiken bei Missbrauch
- Hypoglykämien durch insulinähnliche Wirkung.
- Risiko der Tumorprogression bei prä-existenten Tumoren.
- Akromegalie-ähnliche Veränderungen bei Langzeitanwendung.
- Sterilitätsrisiken bei nicht zugelassenen Präparaten.
Rechtslage & WADA-Status
Mecasermin ist verschreibungspflichtig und nur für eng definierte Indikationen zugelassen. Die WADA verbietet IGF-1 und Analoga in Klasse S2 (jederzeit).
Fazit der Apotheke
Häufige Fragen zu IGF-1
Was bedeutet ein hoher IGF-1-Wert?
Ein dauerhaft erhöhter IGF-1-Wert kann Hinweis auf eine Akromegalie oder einen GH-produzierenden Tumor sein und gehört in endokrinologische Abklärung.
Ist IGF-1 zugelassen?
Mecasermin (rekombinantes IGF-1) ist in eng definierten Indikationen zugelassen und verschreibungspflichtig.
Im Sport erlaubt?
Nein. IGF-1 und Analoga sind von der WADA jederzeit verboten.
Welches Risiko besteht bei Missbrauch?
Hypoglykämien, Tumorrisiken und Akromegalie-ähnliche Veränderungen sind beschrieben.