Eiseninfusion
Kurzdefinition
Intravenöse Eisengabe zur schnellen Auffüllung der Eisenspeicher.
Ausführliche Beschreibung
Eine Eiseninfusion ist die direkte Gabe von Eisen in die Blutbahn über eine Vene. Diese Methode wird bei schwerem Eisenmangel, Eisenmangel-Anämie oder Unverträglichkeit oraler Eisenpräparate eingesetzt. Die intravenöse Eisengabe umgeht den Darm und ermöglicht eine schnellere und höhere Eisenaufnahme als orale Präparate. Moderne Eiseninfusionen sind gut verträglich, es können jedoch selten allergische Reaktionen auftreten.
Typische Symptome
- Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- Gelenkschmerzen
- selten allergische Reaktionen
Häufige Ursachen
- Schwerer Eisenmangel
- Malabsorption
- Unverträglichkeit oraler Präparate
- chronische Darmentzündungen
Behandlungsmöglichkeiten
- Bei schwerem Eisenmangel
- präoperativ bei Anämie
- bei chronischen Blutungen
- wenn orale Präparate nicht vertragen werden
Verwandte Begriffe
Ähnliche Begriffe
Holo-Lactoferrin
Eisenbeladene Form von Lactoferrin für Eisentransport.
Ferritin
Eisenspeicherprotein - wichtigster Marker für Eisenreserven im Körper.
Hämochromatose
Erbliche Eisenspeicherkrankheit mit Eisenüberladung der Organe.
Eisenbindung
Fähigkeit bestimmter Proteine, Eisen zu binden und zu transportieren.