Ausführliche Beschreibung
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Mensch im Gegensatz zu vielen Tieren nicht selbst herstellen kann und daher täglich über die Nahrung aufnehmen muss. Die offizielle Zufuhrempfehlung der DGE liegt bei Erwachsenen zwischen 95 und 110 mg pro Tag, in besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft, Stillzeit, Rauchen oder Infektionen ist der Bedarf höher. Vitamin C ist als Antioxidans zentraler Schutzfaktor vor freien Radikalen und unterstützt die Regeneration anderer Antioxidantien wie Vitamin E und Glutathion. Es ist essentiell für die Synthese von Kollagen – und damit für gesunde Haut, Knochen, Knorpel, Zähne, Blutgefäße und Wundheilung – sowie für die Bildung von Carnitin und bestimmten Neurotransmittern. Eine besondere Bedeutung hat Vitamin C im Eisenstoffwechsel: Es reduziert dreiwertiges Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln zu zweiwertigem Eisen, das im Dünndarm sehr viel besser aufgenommen wird. Schon 50–100 mg Vitamin C zu einer eisenreichen Mahlzeit können die Aufnahme von Non-Häm-Eisen um ein Mehrfaches steigern. Daher ist Vitamin C auch ein klassischer Begleiter bei der Einnahme klassischer Eisenpräparate. Bei Lactoferrin-Präparaten wird Vitamin C ebenfalls häufig empfohlen, weil es die enzymatische Reduktion an der Bürstensaummembran unterstützt und die Bioverfügbarkeit weiter verbessert. Gleichzeitig stärkt Vitamin C das Immunsystem, indem es die Funktion von neutrophilen Granulozyten, T-Zellen und natürlichen Killerzellen fördert. Mangelzustände führen zu Müdigkeit, schlechter Wundheilung, Zahnfleischbluten und im Extremfall zu Skorbut. Sehr hohe Dosen können Magen-Darm-Beschwerden, bei prädisponierten Patienten Nierensteine begünstigen. Bei diagnostizierter Eisenüberladung sollte Vitamin C nicht zusammen mit eisenreichen Mahlzeiten eingenommen werden. Die Apotheke berät zur sinnvollen Dosierung und Kombination mit Eisen- oder Lactoferrin-Präparaten.
Typische Symptome
- Mangel: Müdigkeit, Zahnfleischbluten, schlechte Wundheilung, Infektanfälligkeit
Häufige Ursachen
- Einseitige Ernährung
- Rauchen
- chronische Erkrankungen
- Malabsorption
Behandlungsmöglichkeiten
- Obst und Gemüse
- Vitamin-C-Supplementierung
- Kombination mit Eisen oder Lactoferrin
- ausreichende tägliche Zufuhr
Verwandte Begriffe
Weitere Informationen
Dieser Glossar-Eintrag ist Teil des Eisenmangel-Glossars Ihrer Apotheke. Weitere fundierte Informationen rund um Eisenmangel, Ferritin und Lactoferrin finden Sie auf eisenmangel.eu.